Podcast

„Man braucht nichts im Leben zu fürchten, 
man muss nur alles verstehen."


- Marie Curie (1867-1934) -



Unsere Expertinnen und Experten aus einschlägigen Tätigkeitsbereichen diskutieren unter anderem psychiatrische, pflege- und geisteswissenschaftliche sowie sozialpädagogische Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen demenziellen Syndromen und Gesellschaft. Die dreidimensionale Darstellung veranschaulicht den Aufbau einer menschlichen Nervenzelle (Neuron) vom Zellkörper (Soma) bis zum Nervenzellfortsatz (Neurit).

Welche Rolle die unsere Nervenfasern umhüllende Biomembran (Myelin) bei der Entstehung der Multiplen Sklerose (MS) spielt und welcher Zusammenhang zwischen dieser Autoimmunerkrankung und Demenz besteht, erfahren Sie im Podcast #13, der anlässlich des Welt-MS-Tages im Mai 2021 aufgezeichnet wurde. 

Referentinnen und Referenten

Lautstärke und Aufnahmequalität lassen sich direkt im Menü einstellen. 

#14   Kunsttherapie bei Demenz

Demenzielle Erkrankungen gehen häufig mit schwerwiegenden sozialen Beeinträchtigungen einher. Wenn Worte schlussendlich versagen und Emotionen keinen Ausdruck mehr finden, eröffnen kunsttherapeutische Interventionen die Möglichkeit, neue - andersartige - Ebenen der Kommunikation zu erschließen. Betroffene betreten demnach einen anforderungsfreien Raum, der die Erfahrung des Momentes betont und zur Entfaltung der Persönlichkeit anregt. Welche Rolle kommt allen Angehörigen zu? Und wann ist diese Form der Therapie indiziert? 


Katja von den Benken, B. A., ist eine in Krefeld tätige anthroposophische Kunsttherapeutin (BVAKT®), die ihren Fokus auf die Arbeit mit demenziell veränderten Menschen gelegt hat. 

#13   Multiple Sklerose und Demenz

Anlässlich des Welt-MS-Tages am 30. Mai konkretisiert dieser Beitrag eine Gemeinsamkeit zwischen Demenz und Multipler Sklerose (MS), einer zumeist schubförmig verlaufenden Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems (ZNS). Chronische Entzündungen der Markscheiden, welche unsere Nervenfasern isolieren, führen zur Störung der elektrischen Signalübertragung: Es entsteht die unverkennbare MS-Symptomatik. Das Fatigue-Syndrom, eine häufig mit MS assoziierte anhaltende Erschöpfung, ist auch bei Demenz beobachtbar.
 
Professor Dr. med. Hans-Jürgen von Giesen, MSc, ist ein anerkannter Experte für Theorie, Diagnostik und Therapie der MS. Näheres zum Motto des Welttages 2021 erfahren Sie hier.

#12   SARS-CoV-2 und demenzielle Syndrome

Die Untersuchung der Auswirkungen von COVID-19 auf neurodegenerative Erkrankungen ist zu einem der zentralen Schwerpunkte wissenschaftlicher Forschung geworden. Einschlägige Studien thematisieren den Zusammenhang zwischen Coronavirus und dem sogenannten Delir(ium), jenem akuten Verwirrtheitszustand, der eine oftmals übersehene Diagnose bei Demenz darstellt. Der Experte weist auf kognitive Leistungseinschränkungen im Rahmen einer Infektion hin und analysiert eine Fallvignette aus seiner klinisch-geriatrischen Praxis.

Dr. med. Timm Strotmann-Tack ist Chefarzt der Gerontopsychiatrischen Abteilung der LVR-Klinik Viersen. Übersichtliche Informationen zum medizinischen Portfolio erhalten Sie hier

#11   Demenz vom theologischen Standpunkt

Die Zahl demenziell veränderter Menschen in Deutschland wird in den nächsten Jahren signifikant steigen. Dies wird nicht nur einen beträchtlichen Einfluss auf unser gesamtes Gesundheitssystem, sondern auch auf die praktische Seelsorge der Kirchen haben. Welche wissenschaftlich-theologischen Erkenntnisse und Überzeugungen werden die Bewältigung jener gesellschaftlichen Herausforderungen leiten? Und welche Bedeutung kommt dem Pfarramt zu - als Bindeglied zwischen Kirche, Gemeinde, Betroffenen und deren Umfeld?
 
Dipl.-Theol. Cornelius Schmidt war von 1979 bis Anfang 2020 Pfarrer der Alt-Katholischen Kirchengemeinde ERSCHEINUNG CHRISTI in Krefeld. Näheres zur Person erfahren Sie hier.

#10   Wohnraumentwicklung im Quartier

Eine der vordringlichsten Aufgaben pflegender Angehöriger besteht darin, die gemeinsamen Räumlichkeiten bedürfnisgerecht anzupassen. Die kommunalen Einrichtungen unterstützen Ratsuchende bei der sinnvollen Planung und Umsetzung privater Wohnraumanpassungen. Im öffentlichen Bereich hingegen ist es ein Ziel der Quartiersarbeit, die eigenverantwortliche und kollektive Gestaltung des Lebensraumes demenziell veränderter Menschen zu fördern.


Dipl.-Soz.Wiss. Martin Kresse pflegt seine an Demenz bei Alzheimer-Krankheit (mit frühem Beginn (Typ 2)) leidende Ehefrau Regina Hoppe-Kresse (geb. 1956). Ein Schwerpunkt seiner politischen Aktivitäten liegt in der Quartiersarbeit, über die Sie sich hier informieren können.

#9   40 Jahre Pandemie: HIV, Aids und Demenz

Zum vierzigsten Jahrestag der erstmaligen Beschreibung von Aids-Erkrankungen ist es das Ziel dieses Beitrages, Wissen über eine Unterform der subkortikalen Demenzen zu vertiefen. HIV-assoziierte Enzephalopathie (HIVE) geht mit einem chronisch verlaufenden kognitiven Verfall einher, der durch eine Infektion des Gehirns mit HI-Viren hervorgerufen werden kann. Des Weiteren können demenzielle Verläufe bei HIV-Infektionen auf anderweitigen - durchaus behandelbaren - Übertragungen beruhen. Circa dreißig Prozent der Infizierten sind betroffen. 


Professor Dr. med. Hans-Jürgen von Giesen, MSc, betrieb grundlagenwissenschaftliche Forschung zum Aids-Demenz-Komplex. Einen Einblick in seine Arbeiten erhalten Sie hier

#8   Opferschutz bei demenzieller Erkrankung

Demenz hat in aller Regel den Abbau kognitiver Leistungsfähigkeit zur Folge. Störungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit und der Orientierung äußern sich in sozial unsicherem Verhalten, das zu Hause oder in der Öffentlichkeit sichtbar wird. Betroffene laufen Gefahr, Opfer von Straftätern zu werden. Des Weiteren können krankheitsbedingtes Erleben und Verhalten juristische Schritte gegen die eigene Person nach sich ziehen. Inwiefern können pflegende Angehörige ihre Nächsten vor Kriminellen - und vor sich selbst - effektiv schützen?

 

Dipl.-Verww. Kriminalhauptkommissar a. D. Hans-Peter Schneider beriet von 1976 bis 2021 Bürgerinnen und Bürger in Angelegenheiten der Kriminalprävention und des Opferschutzes. 

#7   Sterbebegleitung dementer Menschen

Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) geht mit einem durchschnittlich sieben Jahre dauernden kognitiven Verfall einher, an dessen Ende der Tod steht. Für pflegende Angehörige kann das Erleben des Sterbeprozesses traumatisch sein. Palliativmedizinische Betreuung hat das Ziel, allen unheilbar erkrankten Menschen eine von ihren Schmerzen weitestgehend befreite finale Lebensphase zu ermöglichen. Mit welchen Anforderungen ist die Sterbebegleitung dementer Menschen verbunden? Was tun, wenn letzte Bedürfnisse nicht artikuliert werden können?

Stefan Hoffmann ist ausgebildeter Krankenpflegehelfer und Betreuungsassistent im Haus Bodelschwingh in Viersen-Dülken. Näheres zum Bodelschwingh-Hospiz erfahren Sie hier

#6   Wenn Helfende zu Betroffenen werden

Neurodegenerative Erkrankungen sind zweifelsohne mit schwerwiegenden Einschnitten im Leben aller Menschen verbunden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche Gedanken professionelle Helferinnen und Helfer begleiten, wenn nicht nur Personen aus ihrem eigenen privaten Umfeld, sondern auch sie selbst demenziell erkranken und pflegebedürftig werden.


Dipl.-Soz.Wiss. Martin Kresse ist pflegender Angehöriger seiner Frau Regina Hoppe-Kresse, einer Sozialpädagogin, die wegen einer Demenz bei Alzheimer-Krankheit (mit frühem Beginn (Typ 2)) ihre berufliche Tätigkeit aufgeben musste. Das Ehepaar wurde im Jahr 2020 für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 

#5   COVID-19 aus neurologischer Sicht

SARS-CoV-2 steht seit Längerem im Fokus der Wissenschaften. Insbesondere auf dem Gebiet der Neurologie ist eine gesteigerte Forschungsaktivität zu verzeichnen: Neuere Studien legen beispielsweise eine mögliche Begünstigung des Guillain-Barré-Syndroms (GBS) durch Coronaviren nahe. Welche neurologischen Symptome zählen nach heutigem Forschungsstand zu den häufigsten? Und: Was sollten Sie persönlich - oder als Angehöriger eines demenziell veränderten Familienmitglieds - über das gesamte Impfprozedere wissen? 


Professor Dr. med. Hans-Jürgen von Giesen, MSc, ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologischen Klinik der Alexianer Krefeld GmbH. Näheres zur Person erfahren Sie hier.

#4   Pflege in Zeiten der Pandemie

Die Betreuung dementer, pflegebedürftiger Menschen ist in den vergangenen Monaten seit Ausbruch von COVID-19 vor große Herausforderungen gestellt worden. Die festgelegten Alltagsregeln haben zu einer - medizinisch notwendigen - sozialen Isolation geführt, deren psychische Folgen hingegen gravierend sind. Wie haben Betroffene sowie Pflegende diese Zeit erlebt? Und was können Angehörige tun, um die psychosoziale Belastung zu reduzieren?


Beate Thyßen-Eckhardt ist Heilerziehungspflegerin und Leiterin des sozialen Dienstes der Haus Bodelschwingh gGmbH, die als Einrichtung der stationären Pflege ein Mitglied unserer Gesellschaft ist. Außerdem ist Frau Thyßen-Eckhardt als Gewaltpräventionsbeauftragte tätig.

#3   Gedächtnisstörungen in der Rehabilitation

Ein Krankenhausaufenthalt älterer Menschen ist des Öfteren mit einer anschließenden Rehabilitation verbunden. Jene Patientinnen und Patienten weisen unter Umständen bereits eine demenzielle Vorerkrankung auf und bedürfen deshalb der besonderen Fürsorge aller behandelnden Fachkräfte. Mit welchen Herausforderungen ist in der Praxis zu rechnen?
Inwiefern können auch Angehörige den rehabilitativen Prozess unterstützend begleiten?

Dr. med. Woldemar Hamm ist leitender Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie in der Rehabilitationsklinik der Alexianer Tönisvorst GmbH. Sein Motto: "Jeden Tag ein bisschen besser, selbstständiger und glücklicher!"  Einen Einblick in seine Tätigkeit erhalten Sie hier.

#2   Besonderheiten der Alzheimer-Erkrankung

Sowohl im klinischen Alltag als auch in der häuslichen Pflegesituation werden Betroffene und Angehörige mit existenziellen Fragen und Herausforderungen konfrontiert. Eine dieser Fragen betrifft die psychopharmakologische Therapie, deren Sinn oftmals kritisch diskutiert wird, sowie alternative Behandlungsansätze. In diesem Zusammenhang kommt wohl den Angehörigen insofern eine wichtige Bedeutung zu, als sie Hilfsangebote auswählen müssen.

Dr. med. Timm Strotmann-Tack ist Chefarzt der Gerontopsychiatrischen Abteilung der LVR-Klinik Viersen. Nach seinem Studium war er unter anderem am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln tätig. Einen Einblick in seinen Werdegang erhalten Sie hier.

#1   Subkortikale Demenzen  

Subkortikale Demenzen unterscheiden sich nicht nur aus hirnanatomischer Perspektive von kortikalen Formen: Was sollte man über subkortikale Demenzen wissen? Welche neuen Erkenntnisse hat die medizinische Forschung geliefert? Und welche Therapie ist indiziert?

Professor Dr. med. Hans-Jürgen von Giesen, MSc, ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Neurologischen Klinik der Alexianer Krefeld GmbH. Hierunter fallen ebenfalls die Leitung des Schlaganfall-Zentrums inklusive neurologischer Frührehabilitation der Phase B sowie des Zentrums für ambulante neurologische Rehabilitation. Des Weiteren ist er seit 2018 Erster Vorsitzender unserer Gesellschaft. Einen Einblick in seinen Werdegang erhalten Sie hier.