Kunst

In der therapeutischen Gedächtnisarbeit mit demenziell veränderten Menschen stellt Kunst jedweder Art ein probates Mittel dar, um die Merk- und Erinnerungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern. Diese Herangehensweise erweist sich als umso erfolgreicher, je besser die Betroffenen die ihnen präsentierten Reize mit bedeutungsvollen Episoden der eigenen Biografie assoziieren können.

Auf diesen Seiten stellen regionale Künstlerinnen und Künstler sich selbst und ihre Werke vor, deren Themen sich mit den Anliegen der Alzheimer-Gesellschaft Krefeld-Niederrhein e. V. überschneiden. 

Frät

Die Wurzeln seines Schaffens liegen im Stil der frankobelgischen Comickünstler: Klare Konturen, eine reduzierte Farbpalette, angepasstes Licht sowie sparsam eingesetzter Schatten zeichnen diese künstlerische Richtung aus. Die Abbildung zeigt den bekannten Krefelder Künstler im Selbstporträt. Für seine RetroSerie hat Frät Motive gewählt, die mit der Vergangenheit jedes Menschen üblicherweise positiv assoziiert sind: Die Gegenstände des Alltags wecken Erinnerungen an jene unbeschwerten und sorglosen Zeiten, die wir manchmal wieder herbeisehnen. 

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Tina Tack

Mit ihren farbenfrohen und zumeist surrealen Bildern weckt Diplom-Designerin Tina Tack die Fantasie der Betrachtenden und nimmt sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Sehen Sie im Video, was die Schöpferin Ihnen mitteilen möchte. 

Katja von den Benken

Als Kunsttherapeutin in eigenem Praxisatelier in Krefeld arbeitet Katja von den Benken, BA, mit demenziell veränderten Menschen, um eine neue Form der Kommunikation zu entwickeln und zu fördern. Denn künstlerische Mittel können einen anderen Umgang mit belastenden Lebenssituationen ermöglichen. Ein an Demenz erkrankter Mensch kann, statt nach Worten zu suchen, eine Spur mit Farbe oder einen Eindruck in Tonerde hinterlassen. Als nonverbale Geste kann diese Ausdrucksform Entlastung für Betroffene darstellen. Diese andere Möglichkeit, im Gegensatz zum Zugang nur über Sprache, eröffnet neue Begegnungsräume für Betroffene und Begleitende. Diese Art der Kommunikation minimiert an sich selbst gestellte oder von Angehörigen gestellte Erwartungen. Der Fokus des Betroffenen bleibt beim augenblicklichen Tun im Hier und Jetzt. Kunsttherapeutische Beziehungsarbeit kann somit Kontakt zu Empfindungen anregen, an Erinnerungen anknüpfen und auch die Gefühlsebene ansprechen.