Beratung am Wiedenhof

Die Beratungsstelle für somatische Alterserkrankungen am Wiedenhof in Krefeld steht Ihnen in allen Angelegenheiten, die demenzielle Entwicklungen betreffen, zur Verfügung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Angehörigengruppen in Krefeld und Kempen am Niederrhein; die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist unverbindlich und kostenfrei.

Ihre Fragen und Anregungen nehmen wir gerne telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch nach vorheriger Absprache entgegen. Die Beratung ist ebenfalls kostenfrei. 

Vorsorge

Welche rechtlichen und finanziellen Ansprüche habe ich als Betroffener?
Welche Leistungen können pflegende Angehörige in Anspruch nehmen?
Was ist bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu beachten?
An wen kann ich mich im Bedarfsfall wenden?

Wichtige Fragen sollten schnell und sicher geklärt werden.

Video-Tutorials

In den neuen Video-Tutorials der Alzheimer-Gesellschaft Krefeld-Niederrhein e. V. erfahren Sie Wissenswertes über den Umgang mit denjenigen Menschen, die an einer demenziellen Erkrankung leiden. Die theoretische Grundlage bilden zum Beispiel die sieben Stadien der Demenz nach Barry Reisberg, MD. Diese Stadien markieren die demenzielle Entwicklung eines Menschen von kaum spürbaren Symptomen bis hin zu schweren kognitiven Defiziten, die höchste Pflege erfordern. 

Angehörigengruppen

Im alltäglichen Umgang mit demenziell veränderten Menschen ist es gut zu wissen, dass es andere Personen gibt, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben: Sie sind herzlich dazu eingeladen, an den Treffen der Angehörigengruppen teilzunehmen. Die entsprechenden Informationsschriften mit wichtigen Hinweisen zum Ablauf und Veranstaltungsort können Sie über das Kontaktformular anfordern. Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei; sie dient der Information und Unterstützung.

Es existieren bisher zwei Gruppen:

Alzheimer-Angehörigengruppe in Kempen am Niederrhein

Angehörigengruppe Frontotemporale Demenzen in Krefeld

Die Treffen der Krefelder Gruppe finden an der Mühlenstraße 42 statt. 
Das Gebäude (siehe Abbildung oben) verfügt über einen Personenaufzug.

Kommunikation

Die Kommunikation mit Menschen, die an einer demenziellen Erkrankung leiden, stellt eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar. Lesen Sie zur Einführung den informativen Fachartikel aus dem Deutschen Ärzteblatt, den Sie über den unten aufgeführten Link abrufen können.

Klicken Sie hier, um nützliche Kommunikationstipps einzusehen.

Außerdem stehen Ihnen unsere Publikationen zur Verfügung: Beziehungsgestaltung zu Menschen mit demenziellen Erkrankungen und Beziehungsgestaltung zwischen Kindern und demenziell veränderten Menschen.

Ein von uns unterrichtetes Pflegeteam hat im Rahmen seiner Fortbildung ein interessantes Plakat erstellt, das sich mit der spezifischen Betreuung von Menschen mit Demenz auseinandersetzt. Das Ergebnis sehen Sie hier

Vergesslichkeit

Landläufige Vorstellungen gehen davon aus, dass sich eine Demenz in erster Linie durch Vergesslichkeit auszeichnet. In der Tat stellen Gedächtnisprobleme ein charakteristisches Symptom der häufigsten und bekanntesten Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) dar. Jedoch lassen sich einige andere demenzielle Erkrankungen benennen, die nicht mit Vergesslichkeit assoziiert sind. Diese Tatsache hat einen wichtigen Einfluss auf Diagnostik und Therapie. 

Nachlassende Merk- und Erinnerungsfähigkeiten können zu einer zunehmenden Belastung werden. Kontaktieren Sie unsere Beratungsstelle, wenn Sie weiterführende Informationen wünschen oder einen psychiatrischen Dienst in Ihrer Nähe in Anspruch nehmen wollen. 

Therapieansätze

Eine der Fragen, die im Beratungsalltag wiederholt gestellt werden, bezieht sich auf die Therapie demenzieller Erkrankungen. Bedauerlicherweise existieren bisher in der Mehrzahl der Fälle keine kurativen Maßnahmen: Behandelbare Demenzen (Normaldruckhydrozephalus (NPH), Pseudodemenzen etc.) bilden immer noch die Ausnahme. Im Vordergrund des therapeutischen Bemühens stehen deshalb - stets angepasst an den Einzelfall - nicht nur eine Erhöhung der Lebensqualität, sondern auch eine Verlangsamung des neurodegenerativen Prozesses.

Eine sorgfältig durchgeführte Diagnostik ist insofern von grundlegender Bedeutung, als sie den Erfolg der Therapie entscheidend mitbestimmt. Das üblicherweise mit der Therapie von Demenz in Verbindung gebrachte Gedächtnisleistungstraining stellt lediglich eine (!) Methode dar, denn Vergesslichkeit muss sich nicht zwingend als Symptom einer Demenz zeigen. Unsere Informationsschrift Therapieansätze bei Demenz informiert, mit Blick auf die Behandelbarkeit demenzieller Syndrome, über ausgewählte Aspekte, die 

  • psychotherapeutische sowie 
  • ergotherapeutische Methoden, 
  • Physiotherapie, Logopädie und
  • pharmakologische Therapie


betreffen. Des Weiteren wurde diesem wichtigen Thema aus der Beratungspraxis eine Videoreihe gewidmet. Wir alle müssen lernen, die Lebenswelt demenziell veränderter Menschen zu verstehen und zu unterstützen, um für beide Seiten dauerhaft ein gelingendes Miteinander zu erreichen.

Aggressivität

Feindseligkeiten in Wort und Tat können im Rahmen einer demenziellen Erkrankung auftreten, wenn bestimmte Hirnareale vom Gewebeschwund betroffen sind und die Impulskontrolle sukzessive nachlässt. Das hieraus resultierende Verhalten stellt in aller Regel nicht die Betroffenen selbst, sondern vor allem das unmittelbare Umfeld - die jeweiligen Angehörigen - vor große Herausforderungen. Die Bewältigung des gemeinsamen Alltags wird zunehmend erschwert. Es ist nicht zielführend, den offensiven Handlungen der Betroffenen ebenfalls mit Aggressivität zu begegnen. Folgende Fragen sind entscheidend:

  • Mit welchen Verhaltensweisen muss ich als pflegender Angehöriger rechnen?
  • Muss ich mir bei krankheitsbedingter Uneinsichtigkeit alles gefallen lassen?
  • Wie kann ich zur Deeskalation beitragen?
  • Was lässt sich bei körperlicher Gewalt unternehmen?
  • Welche Form der Demenz verbirgt sich hinter der Aggression?
  • Und vor allem: Liegt überhaupt eine demenzielle Entwicklung vor?


Um die letztgenannte Frage zu beantworten, bietet sich zum Beispiel die PET-CT (siehe Abbildung rechts) an, die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und die Computertomografie (CT) kombiniert. Dieses Hybridverfahren ermöglicht die hochauflösende bildliche Darstellung des Hirngewebes und lässt sich im Rahmen der Diagnostik einer frontotemporalen Demenz (FTD) einsetzen, deren Symptome häufig mit fremdaggressivem Verhalten der Betroffenen einhergehen. 


Im Rahmen unseres Angebotes steht Ihnen kompetente Fachberatung zur Verfügung. Klicken Sie hier, um zu erfahren, was Sie in besonderen Härtefällen tun können. Es ist das Anliegen der Alzheimer-Gesellschaft Krefeld-Niederrhein e. V., Sie möglichst effizient bei der Suche nach einer Lösung zu unterstützen, damit weitere diagnostische und therapeutische Schritte in die Wege geleitet werden.